Abgelenkt

Aug. 17th, 2022 05:54 pm
luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen
Team: Mittelerde
Challenge: Smut/Kink - Verführung (fürs Team)
Fandom: Original
Charaktere: Miranda, Elena, Miguel
Anmerkung: Nichts allzu explizites, macht euch also keine Hoffnungen. xD Bei denen gilt das eher als Vorspiel. Die Drei stammen aus einem rpg und ich hoffe sehr, dass ich die zwei die nicht mir gehören, nicht verhunzt habe. Und dass es auch Spaß macht zu lesen, ohne alle Hintergründe zu kennen.
Widmung: [livejournal.com profile] jadaya82 die schon zu lange auf etwas zu den Dreien warten musste.
Wörter: 694

Wieder einmal überlegte Miranda, ob es nicht besser wäre, ihre Haare entweder lang genug wachsen zu lassen, dass sie beim Training einfach einen Pferdeschwanz machen konnte oder sie einfach ganz abzuschneiden. Zum gefühlt tausendsten Mal strich sie sich die Strähne zurück, die aus dem albern babyblauen Haarspängchen über ihrem Ohr entwischt war. Dabei ließ sie ihre Gegnerin aber keine Sekunde aus den Augen. Mit einer gewissen Genugtuung stellte sie fest, dass Elena trotz ihres Zopfes mit denselben Problemen zu kämpfen hatte. Es gab immer Haare, die nicht das machten, was sie sollten. Sie waren beide gut genug in dem was sie taten, um sich davon nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.
Gerade Elena musste es sein. Die Schreibtischtäter mit denen Mira es normalerweise zu tun hatte, wandten eher selten brachiale Gewalt an. Aber es gab sie, die gefährlichen Ausnahmen die glaubten, dass es eine gute Idee wäre, FBI-Agenten anzugreifen. Der letzte war mit gebrochenem Jochbein im Krankenhaus gelandet und hatte die Nerven gehabt, ihr eine Klage anzudrohen. Ihr Kollege hatte nur belustigt den Kopf geschüttelt und die Klage war bis heute nicht reingeflattert. Die hochbezahlten Anwälte hatten ihm wohl entweder davon abgeraten oder kümmerten sich um die sehr berechtigten Vorwürfe der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe, für die der Kerl hochgenommen worden war. Und darum, den sehr berechtigten Verdacht des Menschenhandels zu zerstreuen. Sie würden es nicht schaffen, dafür würde Mira sorgen.
Ihr Fuß kollidierte in letzter Sekunde mit Elenas Unterarm, der noch einen blauen Fleck von ihrer letzten Auseinandersetzung mit einem Gangmitglied hatte. Klassischer Fall von “du solltest mal den anderen sehen”. Man ging nicht zur Polizei, wenn man zimperlich war. Schon gar nicht in die Abteilung.
“Das war knapp”, kommentierte Miguel vom Rand aus und klang dabei belustigter, als es angemessen war. “Du bist abgelenkt, Elena.”
Die schnaubte. “Halt die Klappe, sonst bist du der nächste.”
“Wann immer du willst.” Dabei klang der große Mann nicht, als ob es ihm ums Training ging. Mira wich einem etwas zu unfokussierten Schlag aus, ließ sich zu Boden fallen und fegte Elena die Beine weg. Eine Aktion, die sie im Ernstfall niemals tun würde, zu viel konnte schiefgehen. Aber ihre Freundin bot ihr gerade die perfekte Gelegenheit und sie würde sie nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Aber Elena war auch zu routiniert, um unkontrolliert zu fallen, sie fing sich ab und war im nächsten Moment über Miranda. “Das war ziemlich unartig von dir.” Ihr Zopf rutschte ihr über die Schulter nach vorne und das schweißbedeckte Gesicht war so dicht über Miras, dass sie jedes feine Härchen das ihr in der Stirn klebte zählen könnte. Nicht nah genug um einen Kuss zu stehlen. So gerade eben.
“Vielleicht wollte ich dich einfach unter mir haben?”
Volle Lippen hoben sich zu einem Lächeln und Elena griff nach Miras Handgelenken, um sie auch so am Boden festzupinnen. “Sorry, dich zu enttäuschen.”
Trotz ihrer unvorteilhaften Position könnte Mira sich befreien. Elena achtete immer darauf, ihr einen Ausweg zu bieten und selbst wenn nicht… Mira war zwar die zierlichere von beiden hatte aber mit jahrelangem Training ihren Körper zu einer Waffe gemacht, die jedem scheinbaren Nachteil ins Gesicht lachte. Aber hier ging es um etwas anderes.
“Wiederhol das nochmal in glaubwürdig.”
“Hm… nein. Erinner mich übrigens daran, Miguel zu sagen, dass diese dumme Haarspange höchst ablenkend ist.” Sie ließ mit einer Hand los und löste die Spange, bevor sie diese einfach zur Seite warf und durch Miras glatten Haare strich. Die Berührung kribbelte überall.
Dieser lachte im Hintergrund. “Vielleicht war das genauso beabsichtigt?”
Mira glaubte das keine Sekunde. “Ich glaube eher, seine Nichte fand sie hässlich und darum hab ich sie bekommen.”
Wieder hörte sie sein Lachen. “Das würde ich niemals wagen.” Dass er nicht wirklich in das Gespräch einbezogen wurde, schien ihn nicht zu stören. Vermutlich genoss er einfach die Show, die sich ihm gerade bot. Beobachtete Elenas Knie, das sich zwischen Miras Beine schob und dann verharrte. Wenn er Glück hatte, ließen sie ihn etwas mitspielen, im Moment sah Mira aber nur Elena an und grinste. “Keine Angst, dass jemand reinkommt?”
“Alle wissen, dass hier besetzt ist.” Das Gesicht der anderen Frau kam näher, bis Mira endlich diese verführerischen Lippen küssen konnte.

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