Erkundung für Anfänger
Sep. 18th, 2022 03:51 pmTeam: Mittelerde
Challenge: Horror/Krimi/Thriller- verlassen/verfallen (fürs Team)
Fandom: Original
Charaktere: Rhea Duan
Anmerkung: Ich habe keine Entschuldigung hierfür und einfach beschlossen, dass die Challenge ganz gut zu meinem d&d-Charakter passt. *hust*
Widmung:
alea
Wörter: 694
Bei jedem Schritt knirschten kleine Steinchen und Sand unter ihren Schuhen. Noch reichte das Sonnenlicht, das durch diverse Risse und Löcher in den Wänden und der Decke der Ruine, aber Rhea fragte sich, wie lange das noch ausreichen würde. Zwar behinderte Dunkelheit ihre Sicht nur bedingt, aber das bedeutete nicht, dass sie es nicht vorzog, eine Lichtquelle zu haben. Daher beschwor sie eine kleine Lichtkugel herauf, als sie die Treppe fand, die ihr vor Monaten beschrieben worden war. Sie wirkte ebenso baufällig wie der Rest des antiken Tempels aber sie war aus Stein, das musste doch etwas wert sein, oder? Sie hatte keine Ahnung. Architektur war nicht ihr Spezialgebiet und Tasha hatte ihr nichts dazu geschrieben.
Es war inzwischen eine rein unbewusste Geste, die sie nach dem Anhänger greifen ließ, der neben einem hektisch geschriebenen Brief das einzige war, das ihre Freundin und Kollegin ihr hinterlassen hatte. Selûne, wenn du wirklich die Suchenden auf ihrem Weg führst… hilf mir… Es war ein egoistischer Wunsch, ja. Aber die Mondgöttin hatte sie immer geleitet. Vielleicht würde sie es auch diesmal tun. Vielleicht würde sie ihr helfen, Tasha zu finden.
Zu lange schon starrte sie den schwarzen Schlund an, in dem die Treppe verschwand. Sie war noch nie besonders mutig gewesen. Eigentlich gehörte sie sogar eher zu den Feiglingen. Die Bibliothek war ihr Revier. Oder der Austausch mit anderen, die Wissen suchten. Niemals wäre sie freiwillig auf die Idee gekommen, diese Ruine zu betreten. Wer wusste schon, was hier lauerte? Geister, Monster, Banditen? Nichts was sie aus der Nähe kennenlernen wollte. Aber sie hatte bisher keine anderen Spuren entdeckt, also war immerhin nichts körperliches hier.
Blieben also nur Geister. Großartig. Dabei nahm sie bisher nichts wahr, was irgendwie bedrohlich wirkte. Etwas komisch zwar, aber nicht bedrohlich. Und was es auch war, es musste unten sein. Leider. Mit einem kurzen geflüsterten Gebet betrat sie die erste Stufe und ging langsam (sicherlich langsamer als nötig) nach unten in die Dunkelheit. Der Lichtzauber erhellte ihre Umgebung nur wenige Meter weit, was nicht einmal annähernd ausreichte, um das Gewölbe zu erhellen, das sie schließlich betrat. Ihre Schritte sorgten für ein unheimliches Echo, das für ein nervöses Kribbeln sorgte. Nur weil sie keine Gefahr spürte, hieß das nicht, dass sie sie auch nur im Ansatz ruhig oder gar sicher fühlte. Vielleicht war das auch alles nur Wunschdenken und es lauerte irgendetwas in der Finsternis, das nur darauf wartete, sie zu fressen.
Wieder einmal tastete sie nach dem Anhänger. Vielleicht war Tasha hiergewesen. Spuren lesen war bei weitem nicht Rheas Stärke, daher konnte es gut sein, dass sie einfach etwas übersehen hatte. Eigentlich sogar sehr wahrscheinlich.
Als ihr auffiel, dass ihre Schritte nicht mehr knirschten, hatte sie keine Ahnung, wann der Sand und die kleinen Steinchen verschwunden waren. Gerade eben? Schon seit ein paar Metern? Am Anfang waren sie definitiv noch da gewesen.
Sie sah nach unten und bemerkte zwei sich kreuzende Linien. Was war das? Neugierig geworden folgte sie einer der beiden Linien und stellte fest, dass offenbar ein Muster in den Boden geritzt war. Aber was für eins? Sie war sich sicher, dass die Form ihr bekannt vorkam aber solange sie nur Teile sehen konnte, war es schwer, das genau zu sagen.
Erst als die Linien plötzlich zu leuchten begannen, wurde ihr klar, dass sie in einen magischen Zirkel geraten sein musste. Nur Millisekunden fielen die Puzzleteile zu seinem Gesamtbild zusammen: Ein Portal.
Eine Erkenntnis die um entscheidende Momente zu spät kam. Sie konnte dem Zauber nicht mehr entkommen.
Challenge: Horror/Krimi/Thriller- verlassen/verfallen (fürs Team)
Fandom: Original
Charaktere: Rhea Duan
Anmerkung: Ich habe keine Entschuldigung hierfür und einfach beschlossen, dass die Challenge ganz gut zu meinem d&d-Charakter passt. *hust*
Widmung:
Wörter: 694
Bei jedem Schritt knirschten kleine Steinchen und Sand unter ihren Schuhen. Noch reichte das Sonnenlicht, das durch diverse Risse und Löcher in den Wänden und der Decke der Ruine, aber Rhea fragte sich, wie lange das noch ausreichen würde. Zwar behinderte Dunkelheit ihre Sicht nur bedingt, aber das bedeutete nicht, dass sie es nicht vorzog, eine Lichtquelle zu haben. Daher beschwor sie eine kleine Lichtkugel herauf, als sie die Treppe fand, die ihr vor Monaten beschrieben worden war. Sie wirkte ebenso baufällig wie der Rest des antiken Tempels aber sie war aus Stein, das musste doch etwas wert sein, oder? Sie hatte keine Ahnung. Architektur war nicht ihr Spezialgebiet und Tasha hatte ihr nichts dazu geschrieben.
Es war inzwischen eine rein unbewusste Geste, die sie nach dem Anhänger greifen ließ, der neben einem hektisch geschriebenen Brief das einzige war, das ihre Freundin und Kollegin ihr hinterlassen hatte. Selûne, wenn du wirklich die Suchenden auf ihrem Weg führst… hilf mir… Es war ein egoistischer Wunsch, ja. Aber die Mondgöttin hatte sie immer geleitet. Vielleicht würde sie es auch diesmal tun. Vielleicht würde sie ihr helfen, Tasha zu finden.
Zu lange schon starrte sie den schwarzen Schlund an, in dem die Treppe verschwand. Sie war noch nie besonders mutig gewesen. Eigentlich gehörte sie sogar eher zu den Feiglingen. Die Bibliothek war ihr Revier. Oder der Austausch mit anderen, die Wissen suchten. Niemals wäre sie freiwillig auf die Idee gekommen, diese Ruine zu betreten. Wer wusste schon, was hier lauerte? Geister, Monster, Banditen? Nichts was sie aus der Nähe kennenlernen wollte. Aber sie hatte bisher keine anderen Spuren entdeckt, also war immerhin nichts körperliches hier.
Blieben also nur Geister. Großartig. Dabei nahm sie bisher nichts wahr, was irgendwie bedrohlich wirkte. Etwas komisch zwar, aber nicht bedrohlich. Und was es auch war, es musste unten sein. Leider. Mit einem kurzen geflüsterten Gebet betrat sie die erste Stufe und ging langsam (sicherlich langsamer als nötig) nach unten in die Dunkelheit. Der Lichtzauber erhellte ihre Umgebung nur wenige Meter weit, was nicht einmal annähernd ausreichte, um das Gewölbe zu erhellen, das sie schließlich betrat. Ihre Schritte sorgten für ein unheimliches Echo, das für ein nervöses Kribbeln sorgte. Nur weil sie keine Gefahr spürte, hieß das nicht, dass sie sie auch nur im Ansatz ruhig oder gar sicher fühlte. Vielleicht war das auch alles nur Wunschdenken und es lauerte irgendetwas in der Finsternis, das nur darauf wartete, sie zu fressen.
Wieder einmal tastete sie nach dem Anhänger. Vielleicht war Tasha hiergewesen. Spuren lesen war bei weitem nicht Rheas Stärke, daher konnte es gut sein, dass sie einfach etwas übersehen hatte. Eigentlich sogar sehr wahrscheinlich.
Als ihr auffiel, dass ihre Schritte nicht mehr knirschten, hatte sie keine Ahnung, wann der Sand und die kleinen Steinchen verschwunden waren. Gerade eben? Schon seit ein paar Metern? Am Anfang waren sie definitiv noch da gewesen.
Sie sah nach unten und bemerkte zwei sich kreuzende Linien. Was war das? Neugierig geworden folgte sie einer der beiden Linien und stellte fest, dass offenbar ein Muster in den Boden geritzt war. Aber was für eins? Sie war sich sicher, dass die Form ihr bekannt vorkam aber solange sie nur Teile sehen konnte, war es schwer, das genau zu sagen.
Erst als die Linien plötzlich zu leuchten begannen, wurde ihr klar, dass sie in einen magischen Zirkel geraten sein musste. Nur Millisekunden fielen die Puzzleteile zu seinem Gesamtbild zusammen: Ein Portal.
Eine Erkenntnis die um entscheidende Momente zu spät kam. Sie konnte dem Zauber nicht mehr entkommen.