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[personal profile] luinaldawen
Team: Mittelerde
Challenge: Angst - falsche Anschuldigungen (für mich)
Fandom: She-Ra
Charaktere: Catra, Melog
Wörter: 780


Es war sowas von klar gewesen. Kaum ging irgendetwas schief, starrten alle in ihre Richtung. Sie kannte das schon. Nur hatte es damals meistens gestimmt. Meistens. Nicht immer. Sie schnaubte unwillig. Als ob das eine Rolle gespielt hätte. Adora hatte auch oft genug seltendämliche Ideen gehabt und Catra einfach mitgemacht, weil es lustig geklungen hatte. Trotzdem war am Ende immer sie bestraft worden.
Auch heute war sie alles andere als brav, das ging schlichtweg gegen ihre Natur. Sie war eine Menge, aber keine Diebin.
Okay. In der Horde hatte sie sich oft genug genommen was sie hatte haben wollen aber das war verdammt nochmal etwas anderes gewesen. Sie stahl nicht einfach das Eigentum von anderen. Und dieser glitzernde Stein den eine der albernen Hofdamen vermisste, hatte sie nach der ersten Faszination (er glitzerte, und hatte hübsche Muster an die Wand gemalt, wenn die Sonne draufgeschienen hatte, okay???) nicht die Bohne interessiert.
Keiner hatte es gewagt, es zu laut auszusprechen aber die dummen Hühner unterschätzten Catras scharfen Ohren. Es war, als hätte sie ihre heimlichsten Ängste gewittert und jetzt wurden sie alle wahr.
Wäre sie nicht Adoras Freundin…
…was erwartet man schon von so jemandem?
Ohne She-Ra würde sie keiner hier dulden.
Adoras kleines Haustier gehört an die Leine.
Was findet sie überhaupt an ihr?
Leises Geflüster, wenn sonst keiner es hören konnte. Vielleicht wollten sie sogar, dass Catra es mitbekam. Es stach. Jedes einzelne Wort, jedes einzelne Lachen. Und das nur weil jemand nicht auf ihren Kram hatte aufpassen können. Vermutlich hatte sie den dämlichen Stein einfach verloren und brauchte einen Sündenbock für ihre eigene Dummheit.
Etwas sprang durch das Fenster und neben sie auf das Bett. Dafür, dass Melog die Katzenform nur für sie angenommen hatte, hatte er ziemlich schnell gelernt, sich wie eine zu verhalten. Vielleicht hatte er auch einfach gut von ihr abgeschaut. Catra öffnete die Augen und sah ihn an. “Was mache ich eigentlich hier? War doch klar, dass es so läuft.”
Aber wo sollte sie sonst hin? Wo wollte sie sonst hin? Sie hatte kein Zuhause, eigentlich nie eins gehabt. Hatte sich nur eingeredet, dass die Horde ihr Zuhause wäre… albern. Dumm. Sie war so unendlich dumm. Sollte es wirklich besser wissen.
Irgendwo in der Ferne flog etwas in die Luft und Catra war sich sicher, Entraptas manisches Lachen zu hören. Sie wurde auch immer noch misstrauisch beäugt, aber es war ihr vollkommen egal. Sie hatte ihr Labor, ihre Roboter und ihr winziges Essen. Und ihre beiden Hordaks. Im Moment nur Wrong Hordak, Hordak selbst machte lieber einen Bogen um Bright Moon, was vermutlich klüger war. Sie hätte es ebenso handhaben sollen aber leider hatte ihre Freundin kein eigenes Schloss. Brauchte es auch nicht, schließlich neigte sie nicht zu verrückten bis lebensgefährlichen Experimenten. Außerdem… Adora war Adora. Sie würde es nie ohne ihre Freunde aushalten. Also blieb Catra auch, Idiotin, die sie war.
Ob Adora schon gehört hatte, was angeblich passiert war? Was würde sie dazu sagen? Reichte ihr Vertrauen tief genug oder dachte sie auch, dass Catra einfach nur in alte Muster verfallen war und Chaos stiften wollte? Was, wenn sie dem Gerede glaubte?
Melog warf sich schnurrend über ihre Beine. Es brauchte nicht diese merkwürdige Verbindung zwischen ihnen, um Catra den Grund wissen zu lassen. Sie sollte nichts dummes tun. Abhauen zum Beispiel. “Du bist auch ein Idiot, weißt du das?”, murrte sie, woraufhin das Schnurren nur lauter wurde. Jemand musste sie schließlich vor sich selbst beschützen.
Dämliches Vieh.
Aber sie rührte sich nicht, auch wenn sie sich sicher war, sich befreien zu können. Melog würde sie nicht verletzen. Wenigstens seine Loyalität war etwas, was sie niemals anzweifeln konnte.
Ein Klopfen an der Tür ließ sie aufschrecken. Verdammt, wann war sie eingeschlafen? Melog lag immer noch an Ort und Stelle und Catra war sich sicher, dass ihre Beine eingeschlafen waren. Für ein komisches Geistervieh war er ziemlich schwer. Er sah aufmerksam zur Tür, die Ohren wachsam aufgestellt. Catra war sich sicher, dass sie dasselbe Bild bot. Bis: “Catra?” Sie spürte, wie ihre Ohren sich anlegten. Ein instinktiver Versuch, sich kleiner zu machen, der natürlich fehlschlug. Warum klopfte Adora? Das hier war ihr gemeinsames Schlafzimmer. Und daher ein ziemlich beschissenes Versteck, das wurde ihr aber erst jetzt wirklich klar. Weil dieser Raum der einzige wirklich sichere Ort war. Catra spürte, wie ihr Herz zu rasen begann. Warum kam Adora nicht einfach rein? Sie war doch sonst nicht so zurückhaltend. Überlegte sie gerade, wie sie ihr sagen sollte, dass sie hier nicht mehr willkommen war? Dass sie nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte?
“Catra, bist du da?” Klang sie besorgt? Irgendwie schon…
“Ja, verdammt!” Je eher sie es hinter sich hatte, desto besser.
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